28. April 2009
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Körperabformungen
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Körperabformung sind, z. B. in Gestalt von Totenmasken, Zeugen einer jahrhundertealten Praxis. Körperabformung oder auch unter dem Begriff Naturabguss? bekannt ist ein sehr altes und gängiges Verfahren, welches schon seit der ägyptischen Antike geläufig war.Später, zu Zeiten Auguste Rodin?s, um 1850, der Zeit der klassischen Bildhauerei, war der Naturabguss nur zu Studienzwecken legitim, aber als Gewinnung der eigentlichen Skulptur und dem damit verbundenen künstlerischen Ausdruck strengstens verpönt.Einen Weg, der zu Zeiten Rodins noch undenkbar schien, schlug später Anfang der 1960er Jahre – am Beginn einer neuen Auseinandersetzung, mit der Imitation des Menschen in der Kunst, George Segal und bald darauf Duane Hanson – ein.(Quelle: Diplomarbeit Elisabeth Reflexion1)Seit Beginn der 80er Jahre lassen sich auch in der Kunstpädagogik Anzeichen für ein zunehmendes Interesse am Körper ausmachen und Körperabformung fand auch hier Einzug. Bei der modernen Körperabformung, wie sie von einigen namhaften Künstlern praktiziert wird, ist die Abformung selbst eigentlich nur Mittel zum Zweck und erst der Abguss wird als das eigentliche Kunstwerk betrachtet. Hier finden dann Mittel der Bildhauerei und der Malerei Anwendung. Die Abformung wird am lebendigen Körper z. B. mittels Gipsbinden, Alginat oder Silikon vorgenommen. In die abgenommene Form wird dann eine Abgussmasse? gegeben und nach dem Aushärten entformt. Die Abgüsse sind so genau, dass sie feinste Hautfalten bis ins Detail wiedergeben. Die Werke reichen hier von reiner Abformung bis hin zu hochwertigen Skulpturen und Plastiken wie z.B. von dem postrealistischer Künstler aus den USA: Edward Kienholz. Die Materialien, aus denen die Skulpturen und Plastiken gefertigt werden sind ebenso minigfaltig. Gips als Material bis hin zu Metalle wie Bronze als Kunstguss? im Wachsausschmelzverfahren werden angewandt….